Der Mops

Mopsähnliche Hunde wurden in China schon lange vor Christie Geburt gezüchtet. In Europa erschienen sie im 15. Jahrhundert wie Zeichnungen und Bilder bestätigen. Um 1550 entstand in Italien ein italienisches Volkstheater „Commedia dell`arte“ in dem der Mops, statt eines Affen, eine Rolle zugeteilt bekam. Aus dieser Zeit stammt auch der französische Name „Carlin“.

In den folgenden Jahrhunderten war der Mops in vielen Königs – und Fürstenhäusern zu finden. Durch zahlreiche Anekdoten wird darauf aufmerksam gemacht. So besaß die erste Frau Napoleon Bonaparte, Josephine de Beauharnais, eine Mops mit Namen Fortune. Als Napoleon in der Brautnacht das Ehebett besteigen wollte, wurde er von einem wütenden Fortune´ daran gehindert und ins Bein gebissen. Später allerdings hat er seinen Herrn verteidigt und soll sogar ein Attentat verhindert haben.

Im 19. Jahrhundert kam es jedoch zum Niedergang der Rasse, teilweise durch Einkreuzung anderer Rassen, teilweise durch falsche Haltung. Der Mops war nun nicht mehr nur dem Adel vorbehalten, sondern auch im Bürgertum sehr beliebt, wo er nun oftmals der Begleiter älterer Damen wurde. Hier wandelte sich das Bild zum faulen, fetten, dummen Hund und die Bildergeschichten von Wilhelm Busch haben seinem Ansehen noch mehr geschadet.

Durch das Engagement einiger englischen Züchter wurde die Rasse jedoch gerettet.

 
Wesen des Mopses

Der Mops war immer ein Familienhund, er wurde nicht gezüchtet als Wachhund, Jagdhund oder Hütehund, sondern nur als freundlicher Begleithund seines Besitzers und das drückt sich in seinem Wesen aus.

Der Mops ist der ideale Familienhund, nur sollte man sich klar sein, dass man einen Hund für viele Jahre anschafft. Möpse können alt werden und sie vertragen einen Besitzerwechsel schlecht.

Er ist anhänglich und kontaktbedürftig.

 Er braucht sein Rudel, das sowohl aus Zweibeinern und Vierbeinern bestehen darf.

 Er kommt mit Menschen und Tieren gut aus, ist zu jedem freundlich.

 Er ist nicht hektisch oder nervös, obwohl er über eine ganze Menge Temperament verfügt.

 Er ist sehr verspielt bis ins hohe Alter.

Er ist wachsam, aber kein Kläffer.

Er ist nicht dumm, er kann manchmal etwas stur sein. Aber über seinen Spieltrieb und seine Fresslust lässt er sich wunderbar erziehen. Man braucht natürlich die gleiche Konsequenz wie bei jeder anderen Hunderasse. Der Mops kann jederzeit eine Hundeschule besuchen und seine Begleithundeprüfung ablegen. Ich kenne einige Möpse, die es geschafft haben. Er kann ebenso Agility machen, sicherlich nicht als Leistungssport, aber zum Vergnügen jederzeit. Er kann ohne Probleme auch längere Spaziergänge bewältigen. Aber er ist sicher kein Hund für Leute die täglich 20 km mit dem Fahrrad fahren oder joggen und dafür einen Begleiter suchen.

Durch seine sanfte Natur und Spielfreudigkeit ist er auch ein idealer Kinderhund. Da er Kinder auch nicht beißen würde, wenn sie ihn grober anfassen, soll man den Kindern auf jeden Fall klarmachen, dass es sich um ein lebendes Wesen handelt und nicht um ein Stofftier. Wird er von Kindern nur herumgezerrt und findet keine Ruhe, so wird auch ein Mops ein verängstigter, scheuer Hund werden.

Er ist ebenfall ein guter Begleiter für einen älteren Menschen durch sein ausgeglichenes Wesen und seiner Anhänglichkeit. Auch sein nicht übertriebener Bewegungsdrang kommt älteren Menschen entgegen.

Zusammengefasst ist der Mops ein kleiner, lebhafter, liebenswürdiger Hausgenosse. Ohne Aggressionen, anhänglich, klug , aber etwas dickköpfig. Er neigt zur Fettleibigkeit und ist fürchterlich gefräßig, wo man durch konsequente Fütterung und entsprechende Bewegung eingreifen kann. Er ist immer gut gelaunt und bringt einen immer wieder zum Lachen.

Ein kleines Manko unseres Mopses: „Er schnarcht“. Dies ist bestimmt niedlich und süß in einer normalen Lautstärke und Ausdauer.

Nur, je kürzer die Nase ist, je größer ist die Schwierigkeit der Tiere beim Atmen. Das bedeutet starke Atemgeräusche, lautes Schnarchen, Grunzen und große Probleme bei heißen Temperaturen.

 

Daher ist das Bestreben unserer Zucht:

Ein freier Nasenrücken und eine kaum merkliche Nasenfalte:

GESUNDE HUNDE

MÄSSIGE ATEMGERÄUSCHE

WENIGER ATEMPROBLEME

Dadurch ist die Atmung nicht beeinträchtigt, die Hunde sind agiler und ausdauernder.

Berühmte Mopsbesitzer

Friedrich August II - Kurfürst von Sachsen
Napoleon und Josephine
Kaiserin Eugenie v. Frankreich
Queen Viktoria
William Hogarth
Herzog v. Windsor (Edward V)
Valentino
Loriot
Gregor v. Rezzori
und viele andere

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